ABC DES DRUCKENS

Stichworte alphabetisch:

A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W X Y Z

Hier finden Sie die wichtigsten Stichworte zur Drucksache in alphabetischer Reihenfolge.

 

A

Additive Farben

Additive Farben entstehen durch die Addition von Licht unterschiedlicher Farbe. Mit den sogenannten Grundfarben Rot, Grün und Blau lassen sich in der Theorie alle sichtbaren Farben bilden, wobei alle drei Farben zu gleichen Teilen übereinander projiziert Weiß ergeben. Das farbige Sehen des Menschen arbeitet mit rot-, grün-, und blauempfindlichen Sinneszellen. Treffen beispielsweise rote und grüne Lichtstrahlen auf die entsprechende Empfangsstelle des Auges, so ergibt dies die Mischfarbe Gelb. Werden alle drei Farbempfänger erregt, dann sieht das Auge Weiß. Das gängige, vor allem bei Bildschirmen und Scannern eingesetzte additive Farbmodell RGB verwendet diese Grundfarben. Durch Mischen von je zwei dieser Farben zu gleichen Anteilen entstehen Sekundärfarben Cyan, Magenta und Gelb, die ihrerseits die Grundfarben des subtraktiven Farbmodells CMYK bilden.

Andruck
Probedruck auf einer Druckmaschine auf Auflagenpapier zur Kontrolle der Ton- und Farbwerte zum Abstimmen mit der Vorlage

Anlage
Marken zum genauen Ausrichten des Druckbogens in der Druckmaschine

Anschnitt
Bilder oder Anzeigen, die über den Satzspiegel eines Druckerzeugnisses hinaus bis an den Rand einer Seite reichen, bezeichnet man als angeschnitten. Diese Möglichkeit bieten nur Printtitel, die eine nachträgliche Verarbeitung durch Kantenbeschnitt erfahren.

Auflage
Anzahl der Druckexemplare

Auflagenpapier
Papier, auf dem die gesamte Auflage gedruckt wird

Auflichtdensitometer
Messgerät – Densitometer zum Ermitteln von Dichten (dekadische Logarithmenwerte) zur Bestimmung von Tonwerten in Auflichtvorlagen.

Auflösung
Bilddateien (TIFF- bzw. EPS Dateien) müssen, sofern sie nicht im Dokument eingebunden sind, auf Diskette beigefügt werden. Ist dies nicht der Fall, enthält der Ausdruck entweder gar kein Bild oder das Bild erscheint nur in unbefriedigender Bildschirmauflösung. Dass das Bild auf dem Bildschirm zu sehen ist, garantiert nicht die Verfügbarkeit der hochauflösenden Daten. Überprüfen Sie dazu in jedem Fall die aktuellen Verknüpfungen und aktualisieren Sie gegebenenfalls.
Skalierungen, Drehungen, Spiegelungen oder Verzerrungen von Bildern nehmen Sie bitte im Bildbearbeitungsprogramm vor. Die benötigten Auflösung beträgt für den Offsetdruck zwischen 250 (bei 60er Raster) und 300 dpi (bei 80er Raster). Beispielsweise beträgt dadurch die Datengrösse eines 10 x 10 cm grossen Bildes bei 300 dpi ca. 4 MegaByte. Bei einer Auflösung von 250 dpi und gleicher Bildgrösse beträgt die Datengröße dagegen nur 2,8 MegaByte. Bitte planen Sie deshalb vorher die Auflösung und Grösse Ihrer Bilddaten sehr genau.

Ausschießen
Einbringen der Druckform in die Maschine und richtige Anordnung der Seiten in Druckformen. Es werden mehrere Seiten auf einem Bogen gedruckt, der anschließend gefalzt und beschnitten wird.

Autorkorrektur
Lesung und Änderung eines gesetzten Textes durch den Verfasser oder Auftraggeber

Autotypische Rasterung
Flächenvariable Rasterung von Bildvorlagen durch Amplituden-Modulation, Bildhelligkeiten ergeben sich durch flächenmäßig unterschiedlich große Rasterpunkte mit gleichem Abstand


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B

Belichtung

Unter Belichtung versteht man die Einwirkung von UV-Strahlen auf lichtempfindliche Materialen wie Druckplatten und Filme.

Beschnittmarken
Beschnittmarken sind kurze Linien am Rande eines Druckbogens, die anzeigen wo der Bogen in der Weiterverarbeitung beschnitten werden soll. Die Beschnittmarken werden von der Vorstufe in das Druckobjekt eingesetzt.

Bildschirmauflösung
Angabe über die Anzahl der horizontalen und vertikalen Punkte, aus denen ein Bildschirm oder Display sein Bild aufbaut, wobei eine geringere Zehl an Bildpunkten, eine grobere Darstellung zur Folge hat. Übliche Standards sind VGA mit einer Auflösung von 640x480, SVGA (Super-VGA) mit einer maximalen Auflösung von 800x600, XGA mit einer maximalen Auflösung von 1024x768, SXGA mit einer maximalen Auflösung von 1600x1200 und QXGA mit einer maximalen Auflösung von 2048x1536 Pixeln.

Bindung
Bei einer Bindung werden einzelne Seiten zusammengetragen und anschliessend z.B. durch eine Klebe- oder Drahtbindung zusammengefügt.

Blitzer
Durch Maschinenungenauigkeiten verursachte Differenzen (Weißstellen) im Passer mehrfarbiger Drucksachen.

Bogendruck (Sheetfed) 
Drucktechnik, bei der im Gegensatz zum Rollendruck einzelne Papierbogen bedruckt werden.

Bogenmontage
Mehrere Seiten einer Publikation werden auf einem Druckbogen oder einer Druckplatte zusammengefügt. Diese Montage wird auch als Ausschuss bezeichnet.

Bogensignatur
ist ein Hilfsmittel für die Druckerei und Buchbinderei, genau wie Bogennorm und Flattermarken.

Buch
Ein Buch ist ein Druckobjekt dass aus mehr als 48 Seiten besteht und dessen Umschlag eine aus mehreren Teilen bestehende Buchdecke ist.

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C

CMYK
Die vier Druckfarben Cyan, Magenta, Yellow und Black. Aus den ersten drei Grundfarben lassen sich alle gewünschten Mischfarben erzielen. Schwarz wird separat aufgetragen.

CtF - Computer to Film 
Verfahren, bei dem ein Ganzseitenfilm in einem Filmbelichter aus einem digitalen Datenbestand belichtet wird. Dabei kann es sich sowohl um einzelne Grafiken, Bilder oder Texte als auch um ganze Magazinseiten handeln.

CtP - Computer to Plate 
Verfahren, bei dem direkt aus digitalen Daten Druckformen erstellt werden. Das Verfahren ist besonders kostengünstig, weil die Lithographie-Stufe entfällt.

Corporate Design
Unter Corporate Design fasst man alle Attribute zusammen, durch die ein Unternehmen mit seiner Umwelt in Verbindung treten kann. Ein Erscheinungsbild wird definiert und ins Umfeld transportiert. Das gesamte Auftreten eines Unternehmens wird festlegt. Farben und Schriftart für die Druckprodukte und andere Werbeträger, sowie die Botschaft die von ihr ausgehen soll oder aber die Wahl der Architektur, der Büroausstattung, die Präsentation in den Medien (Anzeigen), die Marke der Firmenwagen, die Farben der Berufsbekleidung, usw., sind darin festgelegt.

Corporate Identity
Die Identifizierung mit dem Unternehmen und die Vermittlung der gewünschten Art und Weise der Interessenvertretung durch den Mitarbeiter nennt man Corporate Identity. Die Mitarbeiter werden Teil der Unternehmenskultur, werden motiviert und am eigenen Unternehmen interessiert. Im Sinne des Unternehmens prägen sie ihr Arbeitsumfeld selber.

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D

Densitometer

Der Densitometer ist ein Messgerät zur Bestimmung der gedruckten Qualität der Druckfarben.

Desktop Publishing (DTP)
Text- und Bildbearbeitung am Computer mit Hilfe von Scanner (siehe dort) und Laserdrucker als Ausgabemedium. Durch die rasante Entwicklung der Computertechnik wird DTP immer populärer.

Digitaldruck
Sammelbegriff für alle Druckverfahren, bei denen Druckseiten aus einem digitalen Datenbestand gedruckt werden. Digitaldruckverfahren sind insbesondere Inkjet und Elektrofotografie (Tonerbasiert), bei denen Seiten unterschiedlichen Inhalts nacheinander gedruckt werden können.
Beim Digitaldruck wird die Druckform komplett auf Basis digitaler Daten in der Maschine hergestellt. Die Druckform wird dabei für jedes Druckexemplar digital gesteuert neu bebildert. Die Druckmaschinen werden direkt mit den Daten aus der Druckvorstufe angesteuert, wodurch der gesamte Prozess der Druckplattenherstellung entfällt.
Im Gegensatz zu den klassischen Druckverfahren benötigt der Digitaldruck keine Vorlaufzeit. Auf der Grundlage von digitalen Daten kann ohne Umwege in hoher Qualität gedruckt werden. Der Digitaldruck eignet sich derzeit vor allem für kleine, personalisierte oder individualisierte Auflagen.

DIN-Formate
genormte Papiergrößen im Geschäfts- und Behördenverkehr; nächstkleineres DIN-Format entsteht durch Halbieren der Längsseiten des Ausgangsformates
• DIN A0 = 1188 x 840 mm
• DIN A1 = 840 x 594 mm
• DIN A2 = 594 x 420 mm
• DIN A3 = 420 x 297 mm
• DIN A4 = 297 x 210 mm
• DIN A5 = 210 x 148,5 mm
• DIN A6 = 148,5 x 105 mm
Desweiteren gibt es noch die jeweils größeren DIN B..- und DIN C..-Reihen.

dpi
heisst "Dots per inch", also Punkte per Zoll (2,54 cm). Damit wird die >>Auflösung, mit der Bilder eingescannt und im Druck widergegeben werden bezeichnet. Für alle Drucke ist eine Auflösung von 300 dpi erforderlich. Bei Fotos bringt es nicht viel, z.B. mit 1000 dpi zu arbeiten. Daraus resultieren lediglich riesige Datenmengen, beim Druck wird jedoch jedes Bild wieder in Rasterpunkte zerlegt und somit gehen die "überzähligen" Daten wieder verloren.

Druckauftrag
Der Druckauftrag sollte klar und verbindlich definiert sein. Dazu gehören Angaben über: >>Gestaltung, Auflage >>Format, Druckfarben, Termin, Preis und >>Papier (Sorte, Farbe, Gewicht).

Druckbogen
Großformatiger Papierbogen, auf den mehrere Seiten einer Publikation gedruckt werden. Dieser Bogen wird später gefalzt und beschnitten. Grössere Publikationen werden aus mehreren Druckbogen zusammengestellt.

Druckfläche
Die Gesamtfläche einer Seite, die maximal bedruckt wird. Diese kann auch grösser sein als der Satzspiegel.

Druckreife
auch "Imprimatur" genannt, ist die Einverständniserklärung oder Druckfreigabe des Kunden.

Druckunterlagen
Vorlagen wie Manuskripte, Maketten, Bild- und Text-Daten, Fotos, Dias usw., die zur Herstellung der Drucksachen benötigt werden.

Druckveredelung 
Bei der sogenannten Bogenkaschierung werden Druckbögen nach erfolgtem Druck mit hochglänzenden, matten, bunten oder geprägten Kunststoff-Folien überzogen. Ein anderes Verfahren zur Veredelung von Drucken ist die Beschichtung mit hochglänzenden und matten Lacken. Dadurch wird das Druckprodukt vor mechanischen Einflüssen geschützt und fällt optisch durch die Veredelungseffekte auf.

Druckvorstufe (Prepress)
Arbeitsschritte von der Bereitstellung von Texten, Grafiken und Bildern sowie der Gestaltungsidee bis zur Herstellung der Druckform (z.B. Druckplatte).

Druckweiterverarbeitung 
Letzter Schritt in der Kette der Druckerstellung, in der die fertigen Produkte auslieferungsfertig gemacht werden. Dazu gehören: Schneiden, Falzen, Binden, Stanzen, Lochen und Verpacken.

Duplex
Das Duplexverfahren wird angewendet, wenn einfarbige Bilder (monochrom) mit einer höheren Anzahl von Tonwerten produziert werden soll, als dies mit einer Farbe möglich wäre. Das Bild wird zweimal mit unterschiedlichen Farben und Rasterwinkelungen gedruckt. Die Farbtiefe und die Anzahl der Tonwerte erhöhen sich so.

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E

Einrichten

alle Arbeitsvorbereitungen an Maschinen

Endformat
fertig beschnittenes Format eines
Druckproduktes

Endlosdruck
Druck auf Endlos-Papierbahnen, die in Nadeldruckern bedruckt werden; werden nach dem Druck gestanzt, gelocht, perforiert usw.;

Euroskala
genormte CMYK-Farbskala für den 4-Farb-Offsetdruck

Entrastern
Beim Aufrastern eines bereits gerasterten Bildes können linienförmige, störende Moireé-Muster entstehen. Durch die Zugabe einer definierten Unschärfe wird dieser störende Nebeneffekt vermieden.

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F

Fadenheftung

Die Fadenheftung ist die qualitativ hochwertigeste Möglichkeit ein Buch zu binden. Die gefalzten Druckbogen werden im Rücken mit dem folgenden Bogen mit einem Faden zusammengenäht.

Falzen
Das Zusammenfalten von Druckbögen zu aufeinanderfolgenden Seiten, die dann anschließend durch eine Schneidemaschine voneinander getrennt werden. Es wird unterschieden in Kreuz(bruch)falz, Parallelfalz und Kombinationsfalz (Kombination aus den ersten beiden Falzarten). Der Parallelfalz weist noch folgende Unterarten auf: Parallelmittel-, Wickel-, Zickzack- (Ziehharmonika-), Fensterfalz (Altar-, Schrankfalz).

Falzbogen
Druckbögen werden mit mehreren Nutzen (Blättern) auf Vorder- und Rückseite bedruckt, gefalzt (gefaltet) und beschnitten. Man unterscheidet nachfolgende Falzbogen:
- Planobogen glatt, ungefalzter Bogen, 2 Seiten
- Foliobogen (Einstrichbogen), 1 Falz, 2 Nutzen, 4 Seiten
- Quartbogen (Zweistrichbogen), 2 Falze, 4 Nutzen, 8 Seiten
- Oktavbogen (Dreistrichbogen), 4 Falze, 8 Nutzen, 16 Seiten
- Sedezbogen (Vierstrichbogen), 8 Falze, 16 Nutzen, 32 Seiten
Am häufigsten wird der Oktavbogen verwendet.

Falzmarken
Diese Markierungen, beispielsweise auf einem Briefbogen, dienen als Orientierungshilfe, wo der Bogen gefaltet werden muss, damit er in den Briefumschlag passt. Druckbögen haben ebenfalls Falzmarken die anzeigen, an welcher Stelle der Bogen vor dem Schneiden gefaltet werden muss.

Farbauszug
Vor dem Druck von mehrfarbigen Produkten, müssen die Farbinformationen separiert werden. Ein Bild wird durch Trennung der Farbkanäle CMYK in seine Grundfarben zerlegt. Jeder einzelne Farbkanal ausgegeben (Papier oder Film) wäre ein Farbauszug. Erst alle vier Auszüge zusammen gedruckt ergeben das farbige Bild.

Farbkorrektur
gezielte Veränderung der Farbwerte von Farbauszügen

Flattermarke
Beim Buchbinden werden die gefalzten Bögen vor dem Leimen zusammengetragen. Damit die Reihenfolge schnell und leicht kontrolliert werden kann, bekommt jeder Bogen eine Marke angeklebt.

FM-Rasterung
frequenzmodulierte Rasterung; Rasterverfahren zur Erzeugung von Halbtönen, bei dem Tonwerte durch nach dem Zufallsprinzip verteilte, im Abstand variable, gleichgroße Rasterpunkte erzeugt werden


Formatierung
Ein Textformat legt fest, wie Text dargestellt wird. Zur Formatierung gehören Angaben wie Schriftart, -grösse, -schnitt, Einrückung und Zeilenabstand. Solche Formatierungen kann man auch in Textverarbeitungsprogrammen als Formatvorlage abspeichern. Neuen Dokumenten kann man so ohne Aufwand diese Formatierungen zuweisen.

Freistellen
Als Freistellen bezeichnet man in der elektronischen Bildbearbeitung das manuelle oder automatische Auswählen und Vereinzeln einer bestimmten Bildpartie wie beispielsweise einer Person, Maschine etc. mit Hilfe der verfügbaren elektronischen Maskierungswerkzeuge, d.h. der ausgewählte Berich des Bildes bleibt erhalten, der Rest wird entfernt.

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G

Graustufe

elektronisch erfassbarer oder gespeicherter Wiedergabewert zwischen Schwarz und Weiß

Greifer
System zum Bogentransport durch die Druckmaschine

Greiferrand
Papierfläche, die nicht bedruckt werden kann, weil Greifer der Druckmaschine an dieser Stelle das Papier festhält (je nach Maschine etwa 7 - 15 mm)

Goldener Schnitt
Ein Verhältnis, bei dem sich der kleinere Teil zum grösseren Teil (z.B. Seitenproportionen) 3:5 oder 5:8 verhält. Gilt als besonders ästhetisch.

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H

Heften

Ein Bindeverfahren in der Weiterverarbeitung bei dem gefalzte Bogen oder Einzelblätter durch Faden oder Draht zu einem Produkt verbunden werden.

HKS
Abkürzung für eine Druckfarbenpalette der Firmen Horstmann-Steinberg, K+E Druckfarben und Schminke. Erhältlich sind diese Druckfarbfächer für unterschiedliche Papiere mit jeweils 84 Farben.

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K

Kalibrierung
Um eine korrekte Reproduktion in der Druckvorstufe gewährleisten zu können, müssen alle am Prozess beteiligten Geräte in ihrer Farbwiedergabe abgestimmt werden. Farbwerte für CMYK lassen sich numerisch definieren und dürfen von den jeweiligen Geräten nur innerhalb der Toleranz differenziert wiedergegeben werden.

kaschieren
Überziehen von Kartons u. Pappen mit Papieren, Geweben oder Folien

Korrekturzeichen
sind genormte Zeichen (u.a. vorn im Duden "Rechtschreibung" zu finden), mit denen in der Korrekturfahne Fehler angemerkt und berichtigt werden.

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L

Lackierung
farbloser, matter bzw. Glänzender Oberflächenschutz für Drucke

Laufrichtung
vorherrschende Faserrichtung im Papier, bedingt durch Fertigungsprozeß in der Papiermaschine

Laufweite
Die Laufweite umschreibt den Abstand der Buchstaben zueinander. Wird der Abstand vergrössert spricht man von "sperren", wird dagegen verringert, heisst das "unterschneiden". Man verändert die Laufweite aus Gestaltungs- oder auch Platzgründen.

Layout
Der Stand von Texten und Bildern auf einer Seite wird im Layout festgelegt und bildet so die Vorlage für das Druckprodukt.

Logo
nennt man ein Signet oder Firmenzeichen, das sofort mit der Firma in Verbindung gebracht wird.

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M

Makulatur
Makulator ist Vorlauf, der zum Einstellen der Maschinen benutzt wird. Makulator sind auch fehlerhafte Drucke aller Art.

Moiré
Durch die Überlagerung mehrerer Rastermuster entsteht ein schillernder, unerwünschter optischer Effekt. Moirés entstehen zum Beispiel beim Scannen von gedruckten, also bereits gerasterten Vorlagen.

Musterseiten
In Layoutprogrammen hat man gewöhnlich die Möglichkeit Musterseiten einzurichten. Hierdurch wird ein einheitliches Layout (Seitenränder, Grundlinienraster, Satzspiegel, etc.) durchgängig über mehrere Seiten gehalten und auch Text und Bildelemente können so Seite für Seite übernommen werden. Ebenso erfolgt auch eine automatische Paginierung (Seitenzahlvergabe).

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N

Nuten
Fachausdruck für das mechanische Eindrücken von Falzbrüchen vor dem Falzen, das ein Aufbrechen des Papiers oder der Farbe verhindern soll.

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O

Offsetdruck
Der Offsetdruck ist ein Verfahren zur Reproduktion von ein- und mehrfarbigen Erzeugnissen aus den vier Grundfarben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz. Bei diesem Flachdruckverfahren wird Bedruckstoff nicht direkt von der Druckplatte, sondern indirekt mittels eines Gummizylinders (Gummituch) bedruckt.

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P

Pantone
Pantone ist Farbstandard der amerikanischen Firma Pantone Inc. Das Unternehmen produziert Farbfächer, liefert Standardfarbwerte für Softwarehersteller und bietet dazu die entsprechenden Druckfarben an. Inzwischen gibt es auch Pantone-Farbfächer für Prozessfarben und für die Simulation von Schmuckfarben mit Hilfe des Vierfarbendrucks. In den USA ist das Pantone-System weit verbreitet, in Europa gewinnt es mit wachsendem Einsatz von DTP-Systemen ebenfalls an Bedeutung.

Papiergewicht
Alle Druckpapiere werden nach dem Grammgewicht eines Quadratmeters bezeichnet

Passer
Bei der drucktechnischen Herstellung von farbigen Erzeugnissen wird die Farbseparation angewandt. Es werden beim CMYK Offsetdruck vier verschiedene Farbauszüge in unmittelbar aufeinanderfolgenden Druckvorgängen übereinander gedruckt. Durch dieses Zusammendrucken der vier Prozessfarben (CMYK) entstehen Farbüberlappungen, die vom menschlichen Auge als neue Farbe interpretiert werden. Damit im Bild keine Unschärfen oder Farbverfälschungen entstehen, müssen die Farbformen exakt übereinander gedruckt werden. Zu diesem Zweck werden am Rand Passermarkierungen angebracht, die auf allen vier Druckformen an der selben Stelle stehen. Der Drucker kann jetzt mit einem Fadenzähler (Lupe) während des Druckens die Passgenauigkeit überprüfen und ggf. die Lage des Druckbogens nachjustieren.

Passkreuze
feine Fadenkreuze o.ä. auf Farbauszügen und Druckplatten als Hilfsmittel zum genauen Einpassen bei der Montage, beim Einrichten der Druckplatten und zur ständigen Kontrolle im Fortdruck

Perforation
Stanzung in Papier oder Karton zum Abtrennen eines Blattes oder Blatteils.

PostScript
Die von Adobe entwickelte Seitenbeschreibungssprache PostScript stellt Schriftzeichen und grafische Elemente so dar, dass sie grössenunabhängig in der höchstmöglichen Auflösung des Druckers oder Belichters ausgegeben werden können. Im PostScript-Modus gespeicherte und zur Platzierung in andere Layout-Programme gedachte PostScript-Grafiken tragen die Erweiterung .EPS (Encapsulated PostScript).

Prägen
Durch das Aufpressen von Prägeformen werden tiefe Verformungen in einem Druckstoff geschaffen. Die wird zum Beispiel für Titelprägungen bei Büchern genutzt.

Preflight
Softwareseitiges Simulieren des Ausgabeprozesses. Statt eines Hardware-RIPs in einem Drucker oder Belichter übernimmt ein Software-RIP die Verarbeitung der Ausgabedatei und bereitet sie für die Monitoranzeige auf. Mögliche Probleme lassen sich so erkennen, ohne Ausgabematerial zu verbrauchen.

Proof
Bevor ein Druckprodukt in die Massenauflage geht, sollte ein Proof erstellt werden. Dieser Einzeldruck gibt einen farbverbindlichen Voreindruck, wie das spätere Produkt bsp. im Offsetdruck hergestellt aussehen wird.

Prozeßfarben
Die vier Farben (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz), die gemischt werden, um ein breites Farbspektrum drucken zu können. Durch Farbmischung kann nur ein Teil der in der Natur vorkommenden Farben erzeugt werden. So wird mit diesen Farben das grösstmögliche Farbspektrum sinnvoll reproduziert.

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Q

QuarkXPress
QuarkXPress ist ein, in der professionellen Druckvorstufe weit verbreitetes Layout Programm, mit dem man komfortabel Ganzseitenlayout unter Einbindung von Texten, Grafiken und Bildern erstellen kann.

Querformat
Allgemein bezeichnet man die horizontale Seitenausrichtung (die lange Seite verläuft von links nach rechts) als Querformat. Die englische Bezeichnung ist "Landscape"

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R

Raster
Viele DTP-Drucker (wie Laserdrucker oder Filmbelichter für den Offsetdruck) können nur Schwarz im Vollton und keine Halbtöne (Grau) drucken. Ein Bild oder eine Schrift, die Grautöne enthält muss deshalb aufgerastert werden. Hellere Bildwerte werden durch kleinere, dunklere Bildwerte werden durch grössere Bildpunkte dargestellt. Die Bildpunkt sind Schwarz mit weissen Flächen dazwischen. Durch den gleichen Punktabstand zueinander entsteht ein Muster. Wenn die Punkte klein genug sind, nimmt das menschliche Auge das Muster nicht mehr wahr und so entsteht ein grauer Farbeindruck. Jeder Bildrasterpunkt setzt sich aus vielen, wesentlichen kleineren Belichter-Pixeln zusammen.

Rasterweite
Mit Rasterweite wird die Anzahl der Rasterpunkte auf eine festgelegte Strecke beschrieben. Die Angabe kann in Linien pro cm (l/cm) oder Linien pro Inch (lpi) erfolgen. Je höher die Rasterweite, desto besser die Detailwiedergabe eines Bildes, da mehr Bildpunkte für die Wiedergabe zur Verfügung stehen.

Rasterwinkel
Im Offsetdruck steigt der Schärfeeindruck, wenn die Rasterpunkte nicht in Zeilen nebeneinander liegen, sondern schräg versetzt angeordnet sind. Im SW-Druck ist ein 45°-Rasterwinkel üblich. Alle vier Prozessfarben (CMYK) erhalten unterschiedliche Rasterwinkel, um Moiré-Effekte zuvermeiden.

Reliefdruck
Erhabener Prägedruck mittels Matrize und Patrize.
Der Druck erfolgt mit zwei Druckformen gegeneinander.

reprofähige Vorlage
Unter einer reprofähigen Vorlage versteht man eine Druckvorlage die ohne jegliche Nachbearbeitung vor dem Druck zum Herstellen von Druckplatten benutzt werden kann.

Retusche
Von Retusche spricht man, wenn in der Bildbearbeitung manuell mit elektronischen Mitteln, Bildbereiche oder einzelne Bildpunkte in einer Bitmap verändert werden.

RGB
Bei RGB-Monitoren entstehen die Farben durch subtraktive Farbmischung aus den Grundfarben Rot, Grün und Blau. Dieses Farbmodell funktioniert beim Druck auf Papier nicht, die Farben müssen in die Grundfarben CMYK Cyan (Blau), Magenta (Rot), Yellow (Gelb) und K (Schwarz) umgewandelt werden.

Rohbogen
Als Rohbogen werden unbeschnittene Papierbögen bezeichnet.

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S

Sammelhefter
Weiterverarbeitungsmaschine; gefalzte Bogen werden im Sammelhefter ineinandergesteckt und geheftet; Erzeugnisse sind einlagige Broschüren

Satzspiegel
Der Satzspiegel beschreibt den zu bedruckenden Teil des Formats, der die Text- und Bildelemente aufnimmt. Darüber hinaus können in einem Satzspiegel weiterführende Vorgaben, wie Spalteneinteilung, Randfestlegung oder Grundlinienraster festgelegt werden.

Schmuckfarben
Farben, die ausserhalb der vier Prozeßfarben der Euroskala liegen (z. B. Pantone-, HKS-, RAL- und Metall-Pigmentfarben). Schmuckfarben sind meist Bestandteil der Corporate Identity (Hausfarbe). Diese Farben haben einen hohen Widererkennungswert und sind deshalb als gestalterisches Mittel wesentlich.

Schnittmarken
auch Formatecken oder Passkreuze genannt, sind wichtig für die Buchbinderei, um die Bögen auf das richtige Format schneiden zu können.

Schöndruck
Fachbegriff aus dem konventionellen Offsetdruck für den Druck der Vorderseite eines Druckbogens.

Separation
Das Verfahren, um Farbwerte eines Bildes so aufzuteilen, dass die Grundfarben des verwendeten Farbsystems durch Graustufen dargestellt werden können, nennt man Separation.

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T

Tiff
Das tagged Image File Format Tiff hat sich zu einem führenden Format der digitalen Bildverarbeitung entwickelt. Eine Tiff-Datei kann an fast jedes Belichtungsstudio weitergegeben werden, da das Format Tiff quasi ein Standardformat ist. Zusätzlich zu den Farbmodi Graustufen, RGB, CMYK oder CieLab akzeptiert Tiff auch Bilder mit Maskenkanälen und Pfaden. Fast immer wird beim Speichern das verlustfreie LZW-Komprimierungsverfahren als Option angeboten.

Tonwertzuwachs
Der Tonwertzuwachs wird als Helligkeitsunterschied zwischen der Filmvorlage und dem fertigen Druckergebnis definiert. Durch das Saugverhalten des Papiers nimmt die Grösse des Druckpunktes zu. Das Bild erscheint dunkler, da Weissfläche verloren geht. In Bildbearbeitungsprogrammen kann man dem Tonwertzuwachs entsprechend durch Voreinstellungen entgegenwirken.

Typografie
Begriff aus typos (Abdruck, Abbild, Form) und graph (Malerei, Schrift, einritzen); Lehre von der Form und Gestaltung der Schriftzeichen, im weiteren Sinn der Darbietung von Text auf verschiedenen »Oberflächen« .
Lehre von den einzelnen Buchstaben, von der Zusammenfügung einzelner Buchstaben zu Wörtern, von Wörtern zu Zeilen, Zeilen zu Absätzen, Textblöcken, Spalten.
Die Typographie beschäftigt sich also mit den Grundelementen der Textgestaltung. Moderne Typographie muss dabei die elektronischen Medien miteinbeziehen und sich auch mit den speziellen Problemen der Bildschirmausgabe, der Ausgabe von Schrift über Projektionsmedien etc. auseinandersetzen.

Typometer
Ein Typometer besteht aus einem transparenten Material, mit dessen Hilfe man die Schriftgrösse und den Zeilenabstand ermitteln kann. Bei den meisten Typometern wird die Schriftgrösse anhand der Grossbuchstaben (Versalien) bestimmt. Genauso kann man anhand der Masseinteilung auch die Abstände der Zeilen zueinander oder auch die Randbreiten der Seite in Millimeter ermitteln.

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U

Überdrucken
Mit dem Begriff Überdrucken wird im Druckbereich das Übereinanderdrucken von lasierenden (durchscheinenden) Farben bezeichnet. Durch das Zusammendrucken der Prozessfarben entstehen neu Farbtöne. Mit Überdrucken meint man in der Druckvorstufe auch die Eigenschaftzuweisung vor der Farbseparation. Wenn beispielsweise eine schwarze Schrift auf einem gelben Font (Hintergrund) steht, wird man dem Text die Eigenschaft Überdrucken zuweisen, damit bei der Separation an der Stelle wo der Text steht, nicht Gelb ausgespart wird. Eine Aussparung würde bei Passerungenauigkeiten zu Blitzern führen, was durch Überdrucken der gelben Farbe nicht passieren kann.

Überfüllen
Wenn im Mehrfarbendruck zwei Farbflächen aneinander liegen, lässt man sie leicht überlappen, damit bei leichten Passerungenauigkeiten im Druck keine Blitzer entstehen können. Die Überlappung wird so vorgegeben, dass die hellere Farbe die dunklere Farbe überlappt. Diese geringe Zunahme der "Grösse des Objekts" wird so am wenigsten vom Betrachter wahr genommen.

Umschlagen
Beim Umschlagen wird der Druckbogen so gewendet, dass wieder die gleiche Seite am Greiferrand ist, jedoch die Seitenziehmarke gewechselt hat. Dieses Verfahren hat den Vorteil dass man die Vorder- und Rückseite mit der gleichen Platte bedrucken kann.

Umstülpen
Beim Umstülpen wird der Druckbogen so gewendet, dass wieder die gleiche Seite an der Seitenziehmarke ist, jedoch der Greiferrand gewechselt wird. Dieses Verfahren hat den Vorteil dass man die Vorder- und Rückseite mit der gleichen Platte bedrucken kann.

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V

Vakat
In der Titelei (Vorspann) eines Buches gibt es eine unbedruckte Seite. Diese Seite nennt man Vakat.

Vektorgrafik
Eine Vektorgrafik ist eine Grafik, die so angelegt ist, dass sie auflösungsunabhängig vergrößert / verkleinert werden kann ohne jeglichen Qualitätsverlust.

Volltonfarbe
Damit ist ein unaufgerasterter Farbton gemeint, der die Farbintensität von 100 Prozent hat.

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W

Wasserzeichen
ist ein Wesensmerkmal des europäischen Papiers und galt schon früh - ab dem 14. Jahrhundert - als geschützte Geschäftsmarke. Es kann alle nur denkbaren Formen und Zeichen annehmen und in seiner Vielfalt daher als historisches Bestimmungsmerkmal dienen.

Widerdruck
Fachbegriff aus dem konventionellen Offsetdruck für den Druck der Rückseite eines Druckbogens, das Bedrucken der Vorderseite heisst Schöndruck.

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Z

Zusammentragen
Hintereinanderlegen gefalzter Bogen, die zu einem Buchblock gehören; maschinell in Zusammentragmaschinen

Zuschuss
Druckbogenüberschuss, der zum Einrichten der Druckmaschine für Fortdruck und die Druckverarbeitung benötigt wird

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